Der Trollinger Wein

Der schwäbische Wein – das muss ein Trollinger sein!

Der Trollinger Wein zählt zu den meistangebauten Rotweinsorten in Württemberg und seit langem hat er sich zu einer Art schwäbischem Nationalgetränk entwickelt. Es handelt sich um einen eher einfachen Wein mit relativ hohen Säurewerten. Der Trollinger ist ein Wein für alle Gelegenheiten. Er ist ein leichter, heller und frischer Rotwein mit einer Note, die an frische Erdbeeren, Kirschen oder Cassis erinnert. Oft zeigt er ein feinblumiges Bukett. Er passt hervorragend zu gut gewürzten, hellen Fleischgerichten, Käse oder einfach einer deftigen schwäbischen Brotzeit.

Die Rebsorte Trollinger gibt es, Überlieferungen zufolge, bereits seit der Römerzeit in Deutschland. Der Name ist vermutlich vom Begriff Tirolinger abgeleitet, da die zugrunde liegende Traube die Südtiroler Rebsorte Vernatsch ist  (nicht verwechseln mit dem italienischen Vernaccia!). Neben Württemberg wird der Wein auch hauptsächlich in Südtirol erzeugt. Zu einer der Hochburgen, was den Trollinger Anbau in Württemberg anbelangt, hat sich beispielsweise das Kraichgau entwickelt. Insgesamt wird in Deutschland eine Weinbaufläche von rund 2500 Hektar mit Trollinger bewirtschaftet. Die Fläche veränderte sich in den vergangenen Jahren kaum – was sicherlich damit zusammen hängt, dass der Trollinger so gut ist, dass die Schwaben ihn einfach nicht aus dem Ländle lassen.

Typisch bei der Rebsorte Trollinger ist die vergleichsweise kurze Lagerzeit. Schon innerhalb eines Jahres erreicht diese Traube die ideale Trinkreife. Selten werden diese Trauben als Prädikatswein ausgebaut. Dies liegt daran, dass bei Prädikatsweinen keine extra Zugabe von Zucker erlaubt ist. Die Rebsorte Trollinger wird sehr oft mit anderen Weinen verschnitten. Hieraus entsteht dann eine Cuvee. Eine sehr beliebte Cuvee, vor allem in Baden Württemberg, ist der Trollinger mit Lemberger, teilweise auch als Lemberger mit Trollinger angeboten. Wobei die jeweils erstgenannte Traube, den höheren Anteil in der Cuvee darstellt. Hell vinfiziert ergeben sie einen lachsfarbenen sogenannten Weißherbst, einen aus roten Trauben durch direktes Abpressen erzeugten hellen Wein.

Typisch bei der Rebsorte Trollinger ist die vergleichsweise kurze Lagerzeit. Schon innerhalb eines Jahres erreicht diese Traube die ideale Trinkreife.  Deshalb sollte er auch zeitnah genossen werden, da er, einmal in der Flasche abgefüllt, eher an Qualität verliert, denn gewinnt. Selten werden die Trollinger Trauben als Prädikatswein ausgebaut. Das liegt daran, dass bei Prädikatsweinen keine extra Zugabe von Zucker erlaubt ist. Der Wein wird hauptsächlich als Verschnittwein, vor allem in Kombination mit Lemberger, genutzt. Er ist aber auch als Trinkwein gerne gesehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.